Must‑read für Juristen: die fünf größten Mythen über KI‑Sicherheit

Zusammenfassung

  • KI verändert die Arbeit in der Rechtsbranche grundlegend: 61 % der Juristen nutzen sie bereits oder planen, sie regelmäßig einzusetzen.
  • Seriöse KI-Anbieter erfüllen strenge Standards wie die DSGVO, ISO 27001 und SOC 2 Typ II und widerlegen damit den Mythos, dass KI nicht in regulierten Branchen eingesetzt werden könne.
  • Vertrauenswürdige KI-Tools gewährleisten die Vertraulichkeit durch Verschlüsselung, In-Memory-Verarbeitung und End-to-End-Sicherheit, ohne sensible Daten zu speichern.
  • Compliance geht über die Datensicherheit hinaus und umfasst auch Datensouveränität, Nachvollziehbarkeit und Einwilligung im Rahmen von Rechtsvorschriften wie der DSGVO, dem APPI und dem CCPA.
  • Ein „Human-in-the-Loop“-Ansatz gewinnt zunehmend an Bedeutung: 51 % der Befragten aus dem Rechtsbereich nutzen mittlerweile KI zur Verbesserung von Übersetzungen.
  • KI-Tools unterscheiden sich stark hinsichtlich ihrer Sicherheit; daher sollten Rechtsabteilungen Anbieter vor der Einführung hinsichtlich Zertifizierungen, Datenumgang und Compliance bewerten.

KI beeinflusst die Rechtsbranche wie nie zuvor, und die Zahlen sprechen für sich:

  • 61 % der Juristen nutzen KI bereits regelmäßig – oder planen dies.
  • 49 % der Unternehmensjuristen gehen davon aus, dass ihre Unternehmen im nächsten Jahr KI einführen werden.

Tatsache ist, dass KI keine Option mehr ist, sondern ein strategisches Muss. Wie Tim Hickman, Partner bei White & Case, kürzlich bei einem Raconteur-Rundtischgespräch erklärte: „KI wird den Anwaltsberuf neu gestalten und Anwälte in ihrer Arbeit besser machen.“ 

Doch einer großen Hürde steht einer erfolgreichen Einführung stets im Weg: Compliance und Sicherheit. Die Angst vor dem unsachgemäßen Umgang mit sensiblen Daten von Kunden oder vor der versehentlichen Verletzung gesetzlicher Vorschriften führt trotz des Potenzials zu einer Zurückhaltung bei der Einführung von KI.

Wie können Sie diese Herausforderungen also bewältigen? 

Wir räumen mit fünf verbreiteten Mythen über KI-Sicherheit für Rechtsabteilungen auf, um Ihnen dabei zu helfen, Tools zu finden, die Ihre Daten schützen.

Erfahren Sie, wie DeepL Ihre Daten sichert und schützt.

Mythos 1. KI‑Tools sind für stark regulierte Branchen nicht geeignet

Einer der häufigsten Mythen ist, dass KI-Tools die strengen Compliance-Standards, die im Rechtsbereich erforderlich sind, nicht erfüllen können. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. 

Viele KI-Anbieter entwickeln ihre Plattformen so, dass sie strenge Verordnungen wie die DSGVO sowie Zertifizierungen wie ISO 27001 und SOC 2 Typ II erfüllen.

Moderne KI-Tools sind speziell unter Berücksichtigung des Compliance-Managements konzipiert. Durch die Überprüfung dieser Zertifizierungen können Rechtsabteilungen KI-Lösungen, die den Anforderungen genügen, vertrauensvoll einsetzen: 

  • Erfüllung globaler und lokaler Anforderungen
  • Schützen sensible Daten von Kunden
  • Gewährleistung der Vertraulichkeit

Allerdings hängt die Wirksamkeit jedes KI-Tools davon ab, wie gut der Nutzer es in seine täglichen Aufgaben integriert. 

Wie Joy Uzuegbu, Leiterin des Produktmarketings bei DeepL während der Raconteur-Diskussionsrunde betonte: „Sie müssen Ihre Mitarbeiter schulen und sicherstellen, dass jeder seine Verantwortlichkeiten versteht, um Genauigkeit und Sicherheit sowie die Einhaltung weltweiter Verordnungen zu gewährleisten.“

Sehen Sie sich die Höhepunkte der Raconteur-Diskussionsrunde an, um mehr darüber zu erfahren, wie KI Unternehmen verändert.

Mythos 2. KI stellt ein Risiko für Klientendaten dar

Einige Juristen befürchten, dass die Integration von KI-Tools in ihre Arbeitsabläufe die Vertraulichkeit von Informationen über Kunden gefährden könnte. Angesichts der sensiblen Natur juristischer Arbeit ist dies verständlich. Diese Annahme beruht jedoch häufig auf veralteter Technologie oder nicht geprüften Plattformen.

Seriöse Anbieter von KI-Lösungen für den Rechtsbereich legen größten Wert auf Vertraulichkeit und eine sichere Datenverarbeitung. Vertrauenswürdige KI-Tools gewährleisten, dass sensible Daten der Kunden geschützt bleiben und nach der Verarbeitung nicht gespeichert werden oder zugänglich sind – unter anderem durch folgende Funktionen:

  • Verschlüsselung
  • In-Memory-Verarbeitung
  • End-to-End-Sicherheit

Bei der Bewertung von KI-Tools für den Rechtsbereich ist es wichtig zu berücksichtigen, wie Unternehmen diese entwickeln und trainieren. Geben Sie beispielsweise stets KI-Tools den Vorzug, die für eine einzelne Aufgabe konzipiert sind, anstatt solchen, die versuchen, alles zu leisten. 

Wie Sebastian Enderlein, Chief Technology Officer (CTO) von DeepL, im DeepL-Bericht zur KI‑Sprachtechnologie 2025 erklärte:

„Anstatt alles zu testen, konzentriert sich DeepL auf die Aufgaben, die die Modelle auch wirklich übernehmen sollen. Indem wir unsere Modelle mit diesem engen Fokus immer weiter verbessern, können wir branchenführende Qualität gewährleisten und unerwünschtes Verhalten erheblich reduzieren.“

Mythos 3. Bei der Compliance geht es lediglich um Datensicherheit

Datensicherheit ist zwar ein wichtiger Aspekt von Compliance, doch bei Weitem nicht der einzige. Einige Juristen übersehen bei der Evaluierung von KI‑Tools weitere Faktoren wie Datensouveränität, Auditierbarkeit und ethische Gesichtspunkte.

Beispielsweise wird in der DSGVO nicht nur das Thema Datensicherheit behandelt, sondern auch Datenminimierung, Transparenz und Einwilligung der Nutzer. 

Andere Regelwerke betonen die Bedeutung von Vertraulichkeit und Compliance-Management bei allen Phasen der Datenverarbeitung. Das japanische Datenschutzgesetz APPI schreibt beispielsweise vor, dass Organisationen den Zweck der Datenverwendung angeben und die informierte Einwilligung des Nutzers einholen müssen. 

Auch in den USA gehen die bundesstaatlichen Datenschutzverordnungen, darunter der kalifornische CCPA, über die Datensicherheit hinaus und umfassen Rechte wie den Zugang zu Daten, die Löschung von Daten und die Möglichkeit, den Verkauf personenbezogener Daten abzulehnen.

Durch die Wahl von KI‑Tools, die diese ganzheitlichen Compliance-Kriterien erfüllen, können juristische Teams sicherstellen, dass sie internationalen gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.

Laden Sie Ihren Leitfaden herunter, um bei der Auswahl von KI-Tools Sicherheit und Compliance zu gewährleisten.

Mythos 4: KI‑Tools sind für kritische juristische Aufgaben ungeeignet

Angesichts des Risikos und der Verantwortung, die mit der juristischen Arbeit einhergehen, befürchten einige Stimmen, dass die Mitwirkung von KI bei Aufgaben wie der Überprüfung von Dokumenten, der Vorbereitung von Fällen oder der Übersetzung von Gesetzestexten zu schwerwiegenden Fehlern führen könnte.

Tatsächlich werden KI‑Tools strengen Tests unterzogen und kontinuierlich trainiert, um ein hohes Maß an Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, insbesondere bei der Verarbeitung komplexer juristischer Terminologie. DeepL wurde beispielsweise speziell für genaue und kontextgetreue Übersetzungen entwickelt und ist zudem darauf ausgelegt, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und den Schutz von Klientendaten zu gewährleisten. 

Die besten Ergebnisse lassen sich jedoch immer noch erzielen, wenn KI mit menschlicher Aufsicht kombiniert wird, z. B. bei der KI‑gestützten Erstellung von Dokumententwürfen, die im Anschluss von Experten auf Genauigkeit, Details und Compliance geprüft werden.

Dieser „Human‑in‑the‑Loop“-Ansatz wird auch in der Rechtsbranche zunehmend beliebter, da sich damit nachweislich das Risiko minimieren und die Genauigkeit der juristischen Arbeit verbessern lässt. In einer DeepL-Umfrage unter 780 globalen Entscheidungsträgern gaben 51 % der Befragten aus dem juristischen Bereich an, dass sie KI in interne Übersetzungsprozesse einbinden. Dies unterstreicht das wachsende Vertrauen in diesen Ansatz.

Mythos 5: Alle KI‑Tools sind gleich

Viele glauben, dass sich KI‑Lösungen im Hinblick auf Sicherheit und Compliance kaum voneinander unterscheiden. Dies wiederum führt zu Entscheidungen, die allein auf Kosten oder Bequemlichkeit beruhen. Dadurch kann es passieren, dass Tools ausgewählt werden, die für den Umgang mit sensiblen juristischen Daten ungeeignet sind.

KI‑Tools unterscheiden sich stark in Bezug auf Sicherheitsfunktionen, Zertifizierungen und die Einhaltung von Verordnungen. Daher sollten Juristen potenzielle Anbieter sorgfältig prüfen, indem sie folgenden Fragen nachgehen:

  • Erfüllt das Tool die Anforderungen der DSGVO und anderer internationaler Verordnungen?
  • Über welche Zertifizierungen verfügt der Anbieter (z. B. ISO 27001, SOC 2 Typ II)?
  • Wie erfolgt die Verarbeitung und Speicherung von Daten?
  • Bietet das Tool Single Sign‑on (SSO) für einen sicheren und einfachen Nutzerzugriff?

Machen Sie KI zu Ihrem Wettbewerbsvorteil

Wenn Sie in der Rechtsbranche tätig sind und sich eingehend mit dem Thema KI‑Tools auseinandersetzen, können Sie nicht nur die richtige Wahl für Ihre eigene Kanzlei treffen, sondern auch Ihre Klienten dazu beraten, wie sie KI sicher in ihre eigenen Abläufe integrieren können.

Laden Sie noch heute unseren Leitfaden Sicherheit und Compliance bei der Auswahl von KI‑Tools herunter, um zu erfahren, wie Sie die richtige KI‑Plattform für Ihre geschäftlichen Anforderungen auswählen. Zudem zeigen wir Ihnen, wie Sie mit den KI‑Sprachlösungen von DeepL Ihre Rechtsberatung auch international anbieten können – und das sicher und zuverlässig.

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