Technologie für Europas wachsenden Bedarf an Souveränität
Für viele Organisationen ist es nach wie vor relevant zu wissen, wo Daten verarbeitet werden, um Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Doch angesichts des sich verändernden geopolitischen und regulatorischen Umfelds rund um Daten-Governance sehen wir bei unseren Kunden aus stark regulierten Branchen einen wachsenden Bedarf: mehr Kontrolle, die über den reinen Datenstandort hinausgeht.
Die Frage ist zunehmend nicht mehr nur, wo Daten gehostet werden, sondern auch, wer gesetzlich dazu verpflichtet werden kann, sie herauszugeben, und welchen Gesetzen das Unternehmen unterliegt, das die zugrunde liegende Infrastruktur bereitstellt – unabhängig davon, wo sich dessen Server befinden. Zwei Anbieter können identische Daten in europäischen Rechenzentren hosten und dabei unter völlig unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen operieren. Genau darin liegt der Unterschied zwischen Datenstandort und Datensouveränität.
Souveränität und globale Skalierung stehen nicht im Widerspruch
In der europäischen Debatte werden Souveränität und globale Skalierung häufig als zwei getrennte Ziele betrachtet. DeepL CEO Jarek Kutylowski vertritt eine andere Perspektive: Globale Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität müssen sich nicht ausschließen. Wer global wettbewerbsfähig sein will, muss skalieren: Kunden überall auf der Welt erreichen und ihnen Zugang zu den besten verfügbaren Technologien ermöglichen.
Für DeepL bedeutet das, unsere Kerntechnologie kontinuierlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig mit Partnern wie AWS zusammenzuarbeiten, um unsere Infrastruktur global auszubauen und Kunden so zu unterstützen, wie es ihren Anforderungen am besten entspricht.
Skalierung und Souveränität müssen nicht im Widerspruch stehen. Beides hängt davon ab, was man aufbaut, wo es betrieben wird und wer darüber Kontrolle hat. Das Ziel kann nicht sein, dass sich europäische Unternehmen lediglich auf Europa beschränken. Vielmehr muss Europa mehr Teile des Technologie-Stacks selbst aufbauen – von Modellen und Infrastruktur bis hin zur Hardware, auf der beides langfristig aufsetzt.
KI wird im kommenden Jahrzehnt einen erheblichen Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung generieren. Einen bedeutenden Teil dieser Technologie in Europa aufzubauen, ist deshalb nicht nur eine Frage der Resilienz, sondern auch der Wettbewerbsfähigkeit. Für uns bedeutet Souveränität daher mehr als die Frage, wo Daten liegen und wer darauf zugreifen kann. Es geht auch darum, wem die Modelle gehören, wer die Infrastruktur aufbaut und wo Wissen und technologische Expertise entstehen.
Souveränität in die Praxis übersetzen
Wir entwickeln unsere Modelle und betreiben unsere Forschung seit der Gründung vollständig selbst. Mit unserem wachsenden Kundenstamm hat sich auch die dafür erforderliche Infrastruktur weiterentwickelt.
Anfang dieses Jahres haben wir unsere Infrastruktur um AWS erweitert, um unseren Kunden weltweit mehr Skalierung und Performance zu bieten und gleichzeitig die Sicherheits-, Datenschutz- und Qualitätsstandards zu gewährleisten, für die DeepL bekannt ist. Für die meisten Kunden bietet dies die richtige Balance aus Skalierung, Leistung und Kontrolle.
Gleichzeitig haben uns Kunden mit besonders hohen Anforderungen an digitale Souveränität deutlich gemacht, dass der Standort allein für sie nicht die vollständige Antwort ist. Sie benötigen eine Umgebung, in der auch geregelt ist, wer die Infrastruktur betreibt und welchem rechtlichen Rahmen sie unterliegt.
Genau dafür ist DeepL for Sovereign Markets konzipiert. Die Umgebung wird vollständig innerhalb der EU gehostet und betrieben und unterliegt EU-Recht. Sie wurde speziell für Organisationen entwickelt, deren Anforderungen über den physischen Standort ihrer Daten hinausgehen. Sie ergänzt die globale Infrastruktur von DeepL, die weiterhin Kunden zur Verfügung steht, für die weltweite Skalierung und Performance im Vordergrund stehen.
Für Kunden mit besonders hohen Anforderungen bedeutet das noch mehr Kontrolle darüber, wie ihre Daten verarbeitet werden und welchem rechtlichen Rahmen sie unterliegen. Die erste Version konzentriert sich auf die zentralen, hochvolumigen Übersetzungsfunktionen, die Kunden aus dem öffentlichen Sektor und Unternehmen am häufigsten benötigen: die führende Übersetzungsqualität von DeepL für ein breites Spektrum europäischer und globaler Sprachen, Dokumentenübersetzung, API-Zugriff sowie administrative Funktionen wie SSO und SCIM.
Dabei gelten dieselben hohen Sicherheits- und Datenschutzstandards, für die DeepL bekannt ist: SOC 2 Type II, DSGVO, ISO 27001 und BSI C5. Kundendaten werden niemals zum Training unserer Modelle verwendet.
Eine langfristige Grundlage für europäische KI
Digitale Souveränität entwickelt sich branchenübergreifend zunehmend zu einem wichtigen Kriterium bei Technologieentscheidungen von Unternehmen. Organisationen suchen verstärkt nach europäischen Alternativen. Der Aufbau eigener, vollständig isolierter Umgebungen erfordert jedoch Ressourcen und konsequente Umsetzung.
DeepL for Sovereign Markets ist Ausdruck unseres langfristigen Engagements. Unsere globale Infrastruktur unterstützt weiterhin Kunden, für die Skalierung und Performance über verschiedene Märkte hinweg im Vordergrund stehen. Gleichzeitig bietet unsere souveräne Umgebung Kunden mit höheren Anforderungen an digitale Souveränität eine langfristige Grundlage.
Während sich die Anforderungen an digitale Souveränität und die regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa weiterentwickeln, werden wir diese Umgebung kontinuierlich ausbauen und zukünftig um weitere Funktionen unseres Produktportfolios ergänzen.
DeepL for Sovereign Markets steht Kunden in der DACH-Region, in Frankreich und für EU-Institutionen zur Verfügung; weitere Regionen folgen. Wenn Sie mehr über DeepL for Sovereign Markets erfahren möchten, wenden Sie sich an Ihren DeepL Ansprechpartner.
