Fünf Schritte zur internationalen Skalierung von Websites mit der richtigen API

Die Bereitstellung mehrsprachiger Webinhalte in großem Umfang ist ein wesentlicher Faktor für das internationale Wachstum Ihres Unternehmens. Untersuchungen der CSA zeigen, dass 72 % der Verbraucher weltweit einen Großteil oder sogar die gesamte Zeit auf Websites in ihrer Muttersprache verbringen. Eine effektive Übersetzung ist daher einer der wichtigsten Faktoren, wenn es darum geht, die Größe Ihres potenziellen Marktes und die Umsatzchancen durch eine globale Expansion zu bestimmen. Zudem scheinen LLMs übersetzte Inhalte zu bevorzugen: Laut einer Studie von Weglot aus dem Jahr 2025 erzielen übersetzte Websites eine um bis zu 327 % höhere Sichtbarkeit in KI‑Übersichten.
Übersetzungs‑APIs tragen dazu bei, die Einstiegshürden für Unternehmen zu senken, die über ihre Websites und Apps neue Märkte erschließen möchten. Allerdings sind nicht alle APIs gleichermaßen für Ihr Unternehmen geeignet. Für eine erfolgreiche internationale Expansion Ihres Unternehmens ist es entscheidend, eine API zu wählen, die zu Ihrer aktuellen Strategie passt, die richtigen technischen Funktionen bietet und auch Ihre zukünftigen Anforderungen unterstützt. Dazu müssen Sie über die wichtigsten Spezifikationen und Preisstufen hinausdenken, die Rolle der Übersetzung berücksichtigen und die richtige Infrastruktur für die effiziente und effektive Bereitstellung mehrsprachiger Inhalte planen.
DeepL hat sich mit seinem Partner Weglot zusammengetan, um in einem umfassenden Webinar Best Practices für die Erstellung mehrsprachiger Websites und die Erschließung neuer Märkte durch Übersetzungs‑APIs zu untersuchen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse von DeepL und Floran Pagliai, Chief Technology Officer (CTO) bei Weglot. Aus ihnen ergibt sich ein fünfstufiger Leitfaden, mit dem Sie die für Sie passende API finden und eine Strategie zu ihrer effektiven Nutzung entwickeln können.
Schritt 1: Übersetzungsanforderungen ermitteln
Bevor Sie APIs vergleichen, ist es wichtig, das Volumen und die Geschwindigkeit des Übersetzungsworkflows zu ermitteln, den Sie benötigen. Wenn Sie die Gesamtzahl der Zeichen auf Ihrer Website oder in Ihrer Anwendung berechnen, erhalten Sie eine ungefähre Vorstellung der API‑Nutzung und den damit verbundenen Kosten. Beachten Sie jedoch, dass Sie nicht unbedingt die gesamte Website und auch nicht alles gleichzeitig übersetzen müssen.
Einige Unternehmen übersetzen Inhalte im Voraus, während andere einen On‑Demand-Ansatz verfolgen und Inhalte nur dann übersetzen, wenn sie in einer anderen Sprache angefordert werden. Beide Ansätze haben ihre Vor‑ und Nachteile. On‑Demand-Übersetzungen bieten Flexibilität, können jedoch zu Verzögerungen führen, während Übersetzungen im Voraus Geschwindigkeit garantieren, aber mehr Vorarbeit und mehr Datenspeicherplatz erfordern. Ihre strategischen Entscheidungen helfen Ihnen dabei, die Anforderungen an eine Übersetzungs‑API zu definieren.
Die Formate, die Sie übersetzen müssen, sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Übersetzen Sie nur Text oder auch XML und HTML? Übersetzen Sie lediglich Website-Inhalte und Produktauflistungen oder benötigen Sie eine API, die sich an den Stil von Kundenservice-E‑Mails oder Marketinginhalten anpassen kann? All diese Überlegungen helfen Ihnen dabei, eine Checkliste mit den Funktionen zu erstellen, die Sie benötigen.
Schritt 2: Gleichgewicht zwischen Sprachangebot und Qualität finden
Bei der Auswahl einer Übersetzungs‑API müssen Unternehmen oft ein Gleichgewicht zwischen den unterstützten Sprachen und der Qualität und Konsistenz der Übersetzungen für diese Sprachen finden. Allgemeine LLMs bieten oft eine große Bandbreite an Sprachen, aber nicht die gleiche Qualität und Konsistenz wie spezialisiertere Modelle.
Aufgrund der damit verbundenen Kompromisse ist es wichtig, genau zu wissen, welche Sprachen Sie wirklich benötigen und wann Sie sie benötigen. Es ist sinnvoll, Ihre zukünftigen Expansionspläne mit den Produkt-Roadmaps potenzieller API‑Anbieter abzugleichen. Wenn Sie sich über den Zeitrahmen für die Einführung in verschiedenen Sprachen im Klaren sind, können Sie Ihre Auswahl an API‑Anbietern erweitern und haben bessere Optionen in Bezug auf die Qualität.
Aber es kommt nicht nur auf die Qualität der Übersetzungen an. Für Unternehmen mit begrenzten Entwicklungsressourcen ist es sinnvoll, APIs mit robusten Software Development Kits (SDKs) und einer klaren Dokumentation zu priorisieren, die den Implementierungsprozess beschleunigen können. Unternehmen mit größeren technischen Teams könnten einen größeren Nutzen in der Auswahl von APIs mit erweiterten Anpassungsfunktionen sehen, die diese Teams nutzen können.
Schritt 3: Caching-Strategie implementieren
Wenn Seiten bei Bedarf übersetzt werden, sobald ein Website-Besucher aus einem bestimmten Land sie aufruft, führt dies zu vielen wiederholten API‑Aufrufen und hohen Kosten. Außerdem kann es dazu führen, dass Websites beim Generieren der Übersetzungen länger laden.
Unternehmen können die API‑Auslastung verwalten und die Latenz reduzieren, indem sie Übersetzungen in einem Content Delivery Network (CDN) zwischenspeichern, sodass sie bei Bedarf schnell und einfach wiederverwendet werden können. Ein Caching-Ansatz reduziert API‑Anfragen und Kosten und stellt gleichzeitig sicher, dass Seiten bei jedem Zugriff konsistent übersetzt werden. Caching eignet sich am besten für Seiten mit relativ statischen Inhalten, die sich nicht allzu oft ändern. Dabei ist es auch wichtig, die Kosten für die Datenspeicherung zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass das von Ihnen verwendete CDN alle Compliance‑ und Datenschutzanforderungen erfüllt. Mit dem richtigen Ansatz ist es jedoch ein wertvolles (und oft übersehenes) Element der API‑Strategie.
Schritt 4: Übersetzungen für eine effektive Lokalisierung verwenden
Die Übersetzung mag ein wesentlicher Bestandteil der Content‑Lokalisierung sein, aber sie ist bei weitem nicht alles. Eine effektive Lokalisierung umfasst die Anpassung von Inhalten an die kulturellen und funktionalen Gegebenheiten des Zielmarktes, wobei kulturelle Nuancen, kontextuelle Bedeutungen und regionale Formatierungskonventionen, beispielsweise in Bezug auf Maße, Währungen oder Datums‑ und Zeitangaben, berücksichtigt werden müssen. Wenn Sie Inhalte nicht nur übersetzen, sondern auch lokalisieren möchten, benötigen Sie eine API, die auch diese Funktionen bietet.
Lokalisierung geht auch in anderer Hinsicht noch weiter. Sie berücksichtigt die Bedeutung branchen‑ und markenspezifischer Terminologie und stellt sicher, dass bestimmte Begriffe in allen Sprachen konsistent übersetzt werden. Für eine effektive Lokalisierung sind Glossare und andere Funktionen zur Terminologieverwaltung wichtige API‑Funktionen.
Schritt 5: Übersetzungsinfrastruktur für Skalierbarkeit planen
Wenn Unternehmen international wachsen, entwickeln sich auch ihre Übersetzungsanforderungen weiter. Eine Lösung, die heute perfekt funktioniert, kann morgen zum Hindernis werden, wenn bei ihrer Auswahl und Implementierung die Skalierbarkeit nicht berücksichtigt wurde. Schauen Sie sich Ihre Prognosen für die API‑Nutzung in den nächsten 12 Monaten an und überlegen Sie, wie viel Traffic Sie aus den einzelnen Märkten generieren möchten. Prüfen Sie im Hinblick auf Ihre Wachstumsstrategie und Roadmap, ob Ihre API in der Lage ist, Ihre geplanten Ziele zu unterstützen.
Schließlich geht es bei der richtigen API‑Strategie für Übersetzungen nicht nur um die Übersetzung von Wörtern. Vielmehr geht es darum, Strategien in die Tat umzusetzen und Expansionspläne in reales internationales Wachstum zu verwandeln.
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie die richtige API für Ihr Unternehmen finden? Dann werfen Sie einen Blick auf unsere Checkliste für Entwickler.